Jahrhunderthochwasser in Ulm

Bilder vom Pfingstsonntag, den 23. Mai 1999

Nachtrag: Bilder vom Hochwasser im August 2005

Persönliche Anmerkung:
Wie Sie auf einigen Bildern bemerken werden, zog dieses Hochwasser tausende von Schaulustigen an die Donau. Während dies in der Friedrichsau kaum von Bedeutung ist, so konzentrierten sich die Menschenmassen besonders auf die am meisten betroffenen Stellen z.B. das Fischerviertel. In diesem Zusammenhang stellte ich mir die Frage, ob ich beim Erstellen der folgenden Bilder nicht selbst ein "Katastrophentourist" geworden bin.
Deshalb habe ich auch auf einen Besuch des besonders betroffenen Neu-Ulmer Krankenhauses verzichtet, um nicht die Einsatzkräfte der Feuerwehren zu behindern. Diese Bilder zeigen zwar nur das Ulmer Donauufer, aber auch die Neu-Ulmer Seite ist schwer betroffen.

Am Rande erlebt:
Während dieser Aufnahmen habe ich erfahren, wie (vielleicht auch unbewußt) menschenverachtend diese "Gaffer" sein können. So versuchte ein im besten "Sonntagshäs" auf der Stadtmauer flanierender "Hiesiger" einen Streit vom Zaun zu brechen, weil er sich durch das Anrempeln im Gedränge beim gemütlichen Betrachten der überschwemmten Wohnungen behindert fühlte.

Ein Stück weiter, an der vordersten Wasserfront im Fischerviertel, glänzte ein Mann mit abfälligen Bemerkungen über die schaulustigen Menschen und spottete über - seiner Meinung nach - ungeschickte Zeitgenossen. Wegen dieser Unverfrorenheit hielt ich Ihn zuerst für einen Helfer oder zu Recht verärgerten Anwohner. Auf Grund seines "sächselnden" Akzentes entpuppte sich dieser Menschenfreund jedoch bald selbst als "ganz normaler Tourist".

Wegen dieser Erlebnisse betrachte ich diese Seite selbst mit etwas schlechtem Gewissen.

 

In der Friedrichsau selbst,... ...sind die Auswirkungen des... ..hohen Wasserstandes nicht so gravierend.
Während diese Kleinkunstbühne "Luftikuss"... ... "Land unter" meldet und... ...der Begriff "Abetnteuerspielplatz" hier bereits neu definiert wird,...
...ist man am Valckenburg Ufer bereits fleißig am pumpen. An der Gänstorbrücke. Vom "Schwal" ist nichts mehr zu sehen".
Am "Rosengarten" und der "Adlerbastei"... ...fühlen sich vermutlich nur Seerosen wohl. An der Herdbrücke.
Das "Metzgertor" und der "Metzgerturm"... ...von aussen... ...und von innen.
Nur ein "Pfingstspaziergang" oder pure Schaulust? Besonders schlimm trifft es die Bewohner... ...des Fischerviertels:
Hier z.B. am Fischerplätzle. - Auch die Häuser an der Blau und besonders...
...das "schiefe Haus" sind betroffen.

Gerd Bräth
für das Bürgernetz Ulm/Neu-Ulm